Souveränes Auftreten in Schwanenberg

SV Schwanenberg II – SC Wegberg I 1:5

Nach der Niederlage gegen Katzem hieß es, wieder Selbstbewusstsein gegen den Tabellenletzten zu sammeln. Das stellte sich jedoch nicht als ganz so einfach heraus, denn die Schwäne-Reserve kickte in der ersten Halbzeit gut mit und hatte durch Abwehrfehler des SCWs auch die ein oder andere Chance. Nach 20 Minuten gingen die favorisierten Wegberger schon durch Maik Fuhrmann in Führung, der nach einer tollen Vorarbeit von Florian Xhanija nur noch 5 Meter vor dem Tor abstauben musste. Der SCW weiter am Drücker, jedoch ohne zählbares. Bis zur 40 Minute, da tankte sich Maik Fuhrmann schön durch und legte auf Anik Murati ab, der schön zum 0:2 aus Schwanenberger Sicht vollendete. In der zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber nochmal durch einen direkt verwandelten Freistoß in der 60. Minute ran, jedoch stellte Jonas Ossenbrink nach einer Fuhrmann-Flanke per Flugkopfball in der 75. Minute den alten Abstand wieder her. Zwei Minuten später machte sich die Wegberger Abwehr den kleinen Kunstrasenplatz zu nutze und klärte den Ball aus dem Sechzehner. Maik Fuhrmann stand daraufhin frei vor der Bude und erhöhte auf 4:1. Mit seinem dritten Treffer des Tages stellte der Kapitän der Wegberger in der 85. Minute den verdienten 5:1 Endstand, in einer schönen Partie aus Sicht der Wegberger, ein.

SV Niersquelle Kuckum II – SC Wegberg II 2:2

Gegen zu Beginn stark pressende Kuckumer kam der SCW erst nach ca. 10 Spielminuten besser ins Spiel, dies dann jedoch sofort sehr erfolgreich. Kirsten Mölders behauptete gegen drei Kuckumer den Ball und spielte einen Traumpass in den Lauf von Canberk Erester. Dieser gewann das Laufduell gegen den Torwart und konnte dann ins leere Tor einschieben. Danach stand die Abwehr um Abwehrchef Dominik Ziem sicher und die Mannschaft fuhr blitzgescheite Konter. Zweimal scheiterte Kapitän Michael Bronckhorst knapp. Auch Kirsten Mölders, Adam Neef und Canberk Erester hätten die Führung ausbauen können. Einen der wenigen Angriffe der Kuckumer rettete Dominik Ziem spektakulär auf der Torlinie. Für den Ausgleich der Kuckumer zeichnete sich primär der äusserst merkwürdig leitende Schiedsrichter verantwortlich. Nach einem Pressschlag zwischen dem starken Pascal Wersich und seinem Gegner, fiel er Kuckumer Spieler mit der Hand auf den Ball. Der Schiri pfiff. Aber zum Entsetzen der Wegberger Spieler und Zuschauer nicht auf Freistoss für den SCW , sondern für Kuckum. Eine Minute vor der Halbzeit ließ sich Thomas Portz diese Chance nicht entgehen und verwandelte den Freistoß aus 18 m unhaltbar für Marc Fischer im Wegberger Tor zum Ausgleich. Nach dem Wechsel spielte nur eine Mannschaft. Der SCW hatte das Spiel im Griff und Canberk Erester  revanchierte sich bei seinem sehr starken Sturmpartner Kirsten Mölders mit einem Traumpass in den Lauf, der diesen dann fast von der Torauslinie am Strafraum in die Maschen drosch. Die Entscheidung zum 3:1 pfiff wiederum der Schiri zurück, der Dominik Ziem nach Freistoß Pascal Willigalla im Abseits gesehen haben will. Übrigens als einziger in Kuckum.

Als dann auch noch Nazim Baliu im Strafraum gefoult wurde und der Schiri wieder nicht pfiff, war für die zahlreichen Wegberger Fans das Fass voll und sie kritisierten den Schiri solange, bis er ( die ordnungsgemäß hinter dem Stankett stehenden Zuschauer, betone Zuschauer) des Feldes verwies. Allerdings sei der Fairness geschuldet, dass er auch Kuckum einen klaren Elfmeter nach einem Foul von Dominik Ziem verwehrte und in der Schlussphase einen Vorteil für Kuckum zurückpfiff, als drei Kuckumer allein auf einen Wegberger Abwehrspieler hätten zulaufen können. Am Ausgleich für Kuckum hatte der Schiedsrichter allerdings keine Anteile. Die rechte Abwehrseite ließ sich nach einem Freistoß zu leicht ausspielen , eine lange Flanke kam in den Fünfer und der Kuckumer Spieler, völlig allein gelassen, konnte ausgleichen. Trotz etlicher 100% Chancen durch Michael Bronckhorst, Canberk Erester und anderen blieb es bei dem einem Punkt für die SCW-Reserve.

Thema Schiri:  Bei aller Kritik geht es nicht ohne diese tollen Menschen. Wir sind froh, in jedem Spiel überhaupt einen Schiri zu haben. Doch auch die Schiedsrichter sind nicht unfehlbar. Genauso, wie jeder Spieler sich der Kritik seines Trainers stellen muss und jeder Trainer sich der Kritik der Fans und des Vorstands stellen muss, denke ich, dass man auch Schiedsrichter durchaus mal kritisieren darf, wenn sie nicht ihren besten Tag hatten. Ist nie persönlich gemeint, sondern soll der Sache dienen.

Gestern noch ein sehr positives Beispiel hierfür erlebt, als ich einen Schiedsrichter traf, der uns vor einigen Wochen gepfiffen hat und mir sagte, er hätte bei diesem Spiel nicht seinen besten Tag gehabt. Hierfür „Hut ab“. Nobody is perfect. Aber wir sind alle Sportler, mit guten und weniger guten Tagen.  Nur Arroganz hat in diesem MITEINANDER nichts zu suchen.

Gotttfried Reiners
Trainer SC Wegberg, 2. Mannschaft

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