Die Geschichte des Sportclubs

Die sorgsam gehüteten und gesammelten Archive, die Chronik und die Protokolle über die Gründung und die ersten Jahre unseres Vereins gingen durch die Einwirkung des ersten Weltkrieges verloren. Somit drohte die Vergangenheit des Sportclubs der Vergessenheit anheimzufallen. Gründerväter des SCW 1912Im Jahre 1952, beim 40-jährigen Jubiläum, konnte aber in vielen interessanten und intensiven Gesprächen mit damals noch lebenden Gründern ein erstes Festbuch zusammengestellt werden. Aus Schubladen und Alben wurden Bilder und Fotos zusammengetragen, die mit dazu beitrugen, die Erinnerung an die schwierigen Gründerjahre, aber auch an die schicksalschweren Jahre unseres Vereins vor, zwischen und nach zwei Weltkriegen wach zu halten. Im Jahre 1972 und im Jahre 1987 konnte dann aus Anlaß des 60-jährigen bzw. 75-jährigen Bestehens weitere Festbücher zusammengetragen werden. Und nun können wir voller Stolz sagen: “Unser Sportclub ist schon über 88 Jahre alt und noch immer jung geblieben!”

Was bedeuten heute in unserer so schnellebigen Zeit schon 88 Jahre? Nichts! Und doch waren sie inhaltsschwer für die, die sie miterlebt haben mit all ihren Wünschen und Hoffnungen, ihren Entwürfen und Plänen, aber auch mit all ihren Enttäuschungen.

Aus diesem Grund glauben wir, daß die Gründer und die unzähligen Mitglieder der vergangenen Jahre ein Anrecht darauf haben, daß die Ereignisse unserer Sportclubgeschichte nochmals vorgestellt werden:

Das Leben eines Pioniers ist ein hartes, schweres Dasein. Einer der Pioniere für den Sport im hiesigen Raum ist der Sportclub Wegberg gewesen. Der Segen von ruhigen und glücklichen Tagen ist auf ihn gefallen, er bekam aber auch die sinnlose Zerstörung zweier Weltkriege und der Nachkriegsjahre zu spüren. Er wurde wie die Kinder, die vor dem ersten Weltkrieg aufwuchsen, unter einem glücklichen Stern geboren. Der Geist, der durch Jahrzehnte immer der gleiche war und von Generation zu Generation weitergegeben wurde, gab dem Verein das Gesicht, das Wesen, den Charakter.

Nachdem die geistigen Grundlagen für den aus England kommenden Fußball auch in Deutschland gelegt waren, kam es um die Jahrhunderwende auch bald zur Gründung von Fußballvereinen in Deutschland.

Der Fußballsport hielt auch seinen Einzug in Wegberg. Innerhalb des Turnvereins wurde erstmal 1909 Fußball gespielt. Doch das Jahr 1912 war in der Geschichte des Wegberger Sports ein echtes Schicksalsjahr.

Die Turner und Fußballer maschierten getrennt. Fast unüberwindlich schienen die Schwierigkeiten, die sich den Pionieren in ihrem Eifer und Tatendrang duch die großen Bedenken von Behörden und Kirche, von Schule und Eltern entgegenstellten. Man hatte mit Vorurteilen zu kämpfen, die für uns heute im Zeitalter des Volkssports Fußball unglaublich anklingen. Damals galt es noch als ungezogen und verdorben, an Sonntagen in kurzen Hosen hinter dem Lederball herzujagen.

An dieser Stelle sollten wir all der Männer gedenken, die trotz vieler Widerstände und gar Anfechtungen an der Wiege des Sportclubs Pate standen. Sie ließen sich aber durch nichts und niemanden aufhalten. Um Alex Knoors herum scharte sich die erste Fußballmannschaft unseres Vereins, um im ehrlichen Wettstreit mit anderen die Kräfte zu messen. Diese jungen Leute wollten zeigen, daß sie es dank ihrer sportlichen Leistungen wert waren, gehört zu werden. Die Spieler brachten kein Vermögen mit, wohl ein gutes Herz und den Willen, Berge zu versetzen. Und so erlangten diese elf Spieler gleich im ersten Jahr nach guten Leistungen die Gaumeisterschaft 1912.

Ausgerechnet in dieser erfolgreichen Anfangsphase unseres Vereins bricht am 1. August 1914 der erste Weltkrieg aus. Die Sportler eilen zu den Fahnen, und damit kommt der Spielbetrieb fast ganz zum erliegen. Durch einige Freundschaftsspiele versucht man, den Spielbetrieb in bescheidenen Bahnen aufrecht zu halten. Auch diesen Männern, die trotz Krieg alles daransetzten, den Verein hochzuhalten, gebührt heute noch ein herzliches Dankeschön.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde durch Neuordnung der Fußballsport auf breiter Grundlage weiter ausgebaut. Der Platz am Steigerturm hinter unserem Vereinslokal mußte aufgegeben werden. Man verlegte den Spielplatz zum Hagelkreuz an der Tüschenbroicher Straße, dann in die Nähe der Molkerei und anschließend zur Dülkener Straße, wo später Kaufmann und Lindgens war. Auf diesem Sportplatz errang die Mannschaft im Jahr 1919 bereits wieder beachtliche Erfolge.

Doch alle diese Plätze, die schon längst die Entwicklung des Vereins hemmten und der ständig wachsenden Betätigung nicht mehr genügten, mußten durch eine größere Anlage ersetzt werden. Zu diesem Zwecke wurde die ausgebagerte Sandgrube am Bahnhof als Sportplatz erworben. Vornehmlich war es der damalige Vorstand mit den aktiven Spielern, die zu Hacke und Schaufel griffen, um sich selbst ihren Sportplatz zu bauen. In verhältnismäßig kurzer Zeit konnte das Spielfeld hergerichtet werden.

Bis weit in die 70er Jahre wurde diese Anlage, heute noch “Kull” genannt, ein Platz großer und stolzer Erfolge, die glänzende Siege, aber auch empfindliche Niederlagen – bejubelte Aufstiege und schmerzliche Abstiege sah. Es war die Heimat unseres Vereins schlechthin geworden.

Mit dem neuen Sportzplatz war nun der Grundstein für eine neue Zeit des Sportclubs gelegt. Seit dem Jahre 1920 gehörte man dem Mönchengladbacher Bezirk an. Trotz vieler guter Mannschaften war Wegberg immer ein sehr gefürchteter Gegner. Da der Vorstand es schon damals verstand, die Spieler durch gute Trainer wie Klomp und Heinz Schipperges weiterzubilden und laufend zu trainieren, konnten die Erfolge trotz starker Konkurrenz nicht ausbleiben. Im Jahr 1928 errang unsere Mannschaft die Meisterschaft der A-Klasse und gleichzeitig den Pokal der Dreistädtezeitung.

Vier Jahre spielte diese Mannschaft mit fast den gleichen Spielern. Beim letzten Spiel der Saison ließ man sich für damalige Verhältnisse etwas besonderes einfallen. Aus einem Flugzeug wurde ein Fußball und als Dank an die Aktiven ein Lorbeerkranz abgeworfen.

Im Jahre 1932 wurde dann der Sportplatz am Bahnhof nochmals ausgebaut und verbessert. Der Verein hatte zu dieser Zeit bereits drei Seniorenmannschaften und eine A-Jugend. In dieser Zeit des sportlichen Aufschwungs fällt auch die Entwicklung einer weit über die Grenzen von Wegberg bekannten, anerkannten und sehr erfolgreichen Leichtathletik-Abteilung.

Im Jahre 1933 wird Wegberg, politisch zum Mittelrhein gehörend, aus der Gruppe Mönchengladbach herausgezogen und dem Fußballverband Mittelrhein im Sportkreis Erkelenz zugeteilt. 1935 eilt unsere Mannschaft in der Pokalrunde von Sieg zu Sieg. Erst die Münzenberg-Elf Alemania Aachen, damals in der höchsten deutschen Klasse spielend, konnte uns vor 2000 Zuschauern im Pokalwettbewerb bezwingen. Die gleiche Mannschaft konnte dann 1937/1938 die Meisterschaft der 1. Kreisklasse erringen.

Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges gehörte der Sportclub weiterhin der 1. Kreisklasse an, die heute ungefähr mit den Mannschaften im Sportkreis identisch wäre, die meistens in der Bezirksklasse spielen.

Im blutigsten Ring aller Kriege hatte auch unser Verein eine sehr große Zahl von Gefallenen und Vermißten zu beklagen. Der Spielbetrieb kam völlig zum Erliegen.

Als dann nach dem Kriege, im Frühjahr 1945, die ersten Heimkehrer wieder in Wegberg eintrafen, regte sich auch gleich auf vielen Gebieten wieder junges Leben. Der Sportclub bestand nur noch dem Namen nach. Aber schon im Herbst 1945 versuchten unermüdliche Sportclubanhänger – genannt seien hier “Siemes Jupp” und “Hermanns Hub” – die eingetroffenen Spieler wieder zusammenzuholen. Einem vorläufig zusammengestellten Vorstand mit Dr. Klötzer, Josef Siemes, Hubert Hermanns, Josef Sassen, Matthias Lechner udn Hans Rebelmund gelingt es dann, erste Spiele anlaufen zu lassen.

Zunächst spielte man in der Schwalmgruppe, wurde auch zweimal Meister, aber diese Einteilung konnte auf Dauer nicht befriedigen, da es keinen Aufstieg gab. Man orientierte sich deshalb wieder zum Mönchengladbacher Bezirk. Der Antrag wurde von den früheren Freunden mit Freude angenommen, und so konnte man unter der Regie des damaligen Vorsitzenden Jakob Symes die ersten Nachkriegsjahre schon mit schönen Erfolgen und echten Aufbauarbeiten ausfüllen.

Als dann Johannes Wimmers, assistiert von “Jan Baums” und weiteren sehr aktiven Vorstandsmitgliedern das Ruder übernahm, ging es zügig aufwärts. Das angestrebte Ziel – Bezirksklasse – wurde im Jahr 1950 mit Bravour erreicht. Aber auch der Unterbau stimmte zu dieser Zeit schon, denn eine Reservemannschaft schaffte erstmals den Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Bekannte Namen aus der Vorkriegszeit, gepaart mit jungen Spielern, ergaben ein gutes Reserveteam, das im Sportkreis Erkelenz dann einen guten Klang hatte.

Als dann 1953 die erste Mannschaft doch wieder in die 1. Kreisklasse absteigen mußte, ließ man sich nicht entmutigen. Im Sportclub hatte man zu jener Zeit längst erkannt, daß nur mit einer intakten und guten Jugend- und Schülerabteilung eine echte Zukunft aufzubauen sei.

Für die Aktiven, Betreuer und Jugendleiter, die sich in dieser Zeit um die Sportclubjugend verdient gemacht haben, sollte stellvertretend für viele Spieler der ersten Mannschaft Erich Pilgrim sowie Willi Lüttgens genannt werden.

Im Jahre 1954 übernahm Hans Gisbertz als 1. Vorsitzender den Verein. Er scharte einen aktiven Vorstand und eine intakte Jugendabteilung um sich und verband bewährte Stammspieler mit talentierten Nachwuchsspielern aus der A-Jugend zu einer starken Mannschaft. Dazu gesellte sich ein guter Trainer, den man in Jak Jäger fand.

Und so wurde dann auch im gleichen Spieljahr der Aufstieg in die Bezirksklasse errungen, und ein Jahr später, also im Jahr 1956, erstmals in der Vereinsgeschichte der Aufstieg in die Landesliga.

Die sechs Jahre Landesligazeit war die Hohezeit unseres Vereins. alle Wegberger, welche diese Zeit miterlebt haben, denken mit Stolz und Freude an die herrlichen Spiele unserer Mannschaft in dieser hohen Klasse zurück. Zuschauerzahlen von 1000 bis 1500, ja sogar 2000, waren keine Seltenheit. Aber leider geht auch die schönste Zeit einmal zu Ende, und so mußten wir 1962 wieder in die Bezirksklasse absteigen.

Trotzdem aber konnten wir im gleichen Jahr unser 50-jähriges Bestehen in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt feiern. Auf diesem Jubiläumsfest wurde erneut der Vorsatz gefaßt, noch mehr als bis dahin auf die Jugend zu setzen.

In den 60er Jahren spielte unsere Mannschaft dann meist in der Bezirksklasse, mußte aber 1968 wieder in die Kreisklasse absteigen. In diese Zeit fällt eine noch intensievere Ausbauarbeit in unsere Jugendabteilung. Unser Jugendleiter Gerd Schmidt mit seinen vielen Mitarbeitern, von denen wir hier nur einige nennen können – Erich Pilgrim, Hans-Peter Brockers, Reinhold Jackels, Hans Brocker, Gisbert Kern – formte einen Nachwuchs, der in jenen Jahren als bester im weiten Umkreis galt. Unzählige Kreismeisterschaften, Pokalmeisterschaften und sogar im Jahre 1971 der A-Vizemeistertitel Mittelrhein vor Zuschauerzahlen bis 1000 waren der verdiente Lohn. Bei diesem Nachwuchs konnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis wieder eine schlagkräftige erste Mannschaft ins Feld geschickt werden konnte.

Unter der besonders hervorzuhebenden Tätigkeit des damaligen Trainers, Diplomsportlehrer Manfred Kohnen, konnen wir im Jahre 1970 den erneuten Aufstieg in die Bezirksklasse erreichen. Zusätzlich errang unsere Mannschaft 1970 und 1971 zweimal hintereinander Kreispokal und Gemeindepokal Wegberg. In dieser Zeit fiel ein erneutes Aufeinandertreffen in der 2. WFV-Hauptrunde gegen den Regionalligisten Alemania Aachen. Erst in der Verlängerung verlor unsere Mannschaft vor weit über 1000 Zuschauern mit 3:1. Dieses Spiel galt auch als einer der Höhepunkte in unserer Vereinsgeschichte. Aber es sollte noch schöner kommen.

Im Jahr 1972 feierten wir voller Stolz und Freude unser 60-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten hatten wir die Bundesligamannschaft von Borussia Mönchengladbach zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Wenn auch fünf Stammspieler fehlten, die mit der Nationalmannschaft unterwegs waren, hatten wir es mit einer sehr starken Mannschaft zu tun. Nationalspieler Beleidick, Le Fevre (Dänemark), Wittkamp und Co. konnten trotz vollem Einsatz den 2:1 Sieg unserer Mannschaft nicht verhindern. Die ca. 2000 Zuschauer waren aus dem Häuschen und jubelten unserer Mannschaft zu. Sie hatten dem Verein ein wirkliches Jubiläumsgeschenk gemacht und damit für den weiteren Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte gesorgt.

Ein weiteres, ganz besonders wichtiges Ereignis in unserer Vereinsgeschichte soll hier nicht unerwähnt bleiben. Hatte der Sportclub in der “Kull” über Jahre hinweg seine sportliche Heimat, so galt es nun doch Abschied zu nehmen von dieser Anlage, die so viele Höhen und Tiefen des SCW erlebt hatte. Wir taten dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits mußte man die gewohnte und liebgewonnene Umgebung verlassen, andererseits wartete im Schul- und Sportzentrum wohl eine der schönsten Sportanlagen im weiteren Umkreis auf den ersten Torschrei.

Nach unserem 60-jährigen Jubiläum spielten wir dann vier Jahre in der Bezirksliga unter den Trainern Hans Engels und Willi Jansen. Aber dieses Dasein in der Bezirksliga konnte auf Dauer nicht zufriedenstellen. Aus diesem Grunde verpflichteten wir den Profi Norbert Kox von Borussia Mönchengladbach im Jahre 1976 als Spielertrainer. Ihm gelang dann nach zwei Jahren harter Arbeit unter Assistenz von Spielerobmann Manfred Kohnen der Aufstieg in die Landesliga. Unsere Mannschaft konnte nach prächtigen Leistungen mit einigen Neuzugängen das erste Jahr dieser hohen Klasse bestehen. Da wir aber bereits im zweiten Jahr mit mehreren nicht zu verkraftenden Abgängen rechnen mußten, war der Weg in die Bezirksliga leider nicht abzuwenden. Man muß dieser Mannschaft zugute halten, daß eine große Portion Pech mit dazu beigetragen hat.

Nach dem Abstieg spielte unsere erste Mannschaft fünf Jahre in der Bezirksliga unter den Trainern Bönnen (1 Jahr), Kox (2 Jahre), Günter Mirbach (2 Jahre). In den letzten Jahren machte sich ein echter und vielschichtiger Generationswechsel bemerkbar, und so mußten wir 1985 den bitteren Weg in die A-Klasse gehen. Es galt wieder neu aufzubauen. Und dieser Grundstock für den Neuaufbau wurde wiederum in unserer Jugendabteilung gelegt.

Im Jahre 1982 hatte sich unsere damalige B-Jugend unter der Leitung von den Trainern Hans Brocker und J. Zimmermanns und vor allem unter der Fürsorge unseres Jugendleiters Gerd Schmidt zu einer tollen Truppe zusammengefunden. Es gelang dem ihnen vor über 1000 Zuschauern im Endspiel um die Mittelrheinmeisterschaft die Profis vom Bundesligaklub Bayer Leverkusen 5:2 zu besiegen. Voller Stolz und Freude denken wir alle an diesen tollen Erfolg zurück. Da nun diese Mannschaft fast geschlossen zwei Jahre in der A-Jugend spielte, konnten die Erfolge nicht ausbleiben.

Die vorhin genannten jungen Spieler bildeten mit einigen anderen Spielern einige Jahre später die jüngste A-Liga-Mannschaft im Sportkreis Erkelenz. Ihr Ziel hieß Aufstieg. Trainiert wurde die Mannschaft zu unserer aller Freude wieder von Diplomsportlehrer Manfred Kohnen. Im Jahr 1988 war es dann endlich soweit der Aufstieg in die Bezirksliga wurde erreicht.

Leider hat es die Mannschaft nur zwei Jahre geschaft die Klasse zu erhalten. So ging es am Ende der Saison 1989/1990 wieder zurück in die Kreisliga A.

Einer der traurigsten Momente in der Geschichte des SC Wegbergs war 1997 sicherlich der Abstieg unserer 1. Mannschaft in die Kreisliga B. Dies hatte es bisher noch nicht gegeben. Doch wir ließen uns nicht entmutigen. Einer hervorragenden Vorstandsarbeit war es zu verdanken, daß viele frühere Spieler den Weg zurück zu unserem Verein fanden. So hieß es nach nur einer Saison wieder Kreisliga A.

Wie sagt man so schön, Freud und Leid liegen eng beisammen. Dies erfuhren wir im Jahre 1999, als unsere 1. Mannschaft der “Durchmarsch” gelang. Am Ende der Saison belegten sie den 2. Platz in der Kreisliga A. Eine atemraubende Relegationsrunde, die sicherlich keiner so schnell vergessen wird, mußte gemeistert werden. Gegner waren Concordia Oidtweiler, Blau-Weiß Orsbeck und Germania Bauchem. Nach einem Unentschieden und einem Sieg ging man selbstbewußt ins dritte und entscheidende Spiel. Doch diese 90 Minuten wurden zur Nervenschlacht. Trotz des 2:1 Sieges gegen Oidtweiler konnte nach dem Abpfiff erst mit Verzögerung gejubelt werden. Grund war die “chaotische” Schlußphase des Spieles zwischen Bauchem und Orsbeck. Die Frau des 1. Vorsitzenden Hubert Reiners, war mit dem Handy zu diesem Spiel gefahren. Und da das Spiel dort später endete, zitterten wir auch noch nach dem Schlußpfiff noch einige Minuten, ehe der zweite Vorsitzende und “Handy-Kontaktmann” Manfred Vits die erlösende Nachricht weitergab. Dann gab es kein Halten mehr Sektkorken knallten und es wurde bis zum nächsten Morgen gefeiert. Der Aufdruck auf den schnell erstellten T-Shirts hieß “Nach 10 Jahren sind wir wieder da, Bezirksliga!!!”.

Das erste Jahr der Bezirksliga überstand unsere 1. Mannschaft gut. Am Ende der Saison belegte sie den 11. Platz. Nun hoffen wir, daß wir trotz der Umstrukturierung im Fußballkreis noch viele Jahre in der Bezirksliga erleben dürfen.

Bis hier haben wir nun, besonders in den letzten Jahren, in erster Linie die sportlichen Erfolge der ersten Mannschaft herausgestellt, weil ja auch gerade die erste Mannschaft das Aushängeschild des Vereins schlechthin ist. Nochmals besonders hervorheben sollten wir aber die sehr schwierige Arbeit in unserer Jugendabteilung. Nur dann, wenn hier echte Aufbauarbeit geleistet wird, ist die Zukunft des Vereins gesichert.

Neben der ersten Mannschaft sollten wir aber auch die vielen Spieler der Reservemannschaft in den letzten 40 Jahren nicht unerwähnt lassen. Nur durch gute Reservespieler kann eine Erste Erfolge erringen. Unsere Reserve spielte meißt nur unter ersten Mannschaften in der B-Klasse, aber auch schon in der A- und C-Klasse. Derzeit ist sie in der B-Klasse ziemlich oben auf.


Die Vorsitzenden des Sportclubs

  • 1912 – 1914 Heinrich Michiels
  • 1914 – 1919 ohne
  • 1919 – 1922 Alex Königs
  • 1922 – 1925 Karl Symes
  • 1925 – 1928 Josef Kamphausen
  • 1928 – 1929 Heinrich Jülicher
  • 1929 – 1932 Jakob Symes
  • 1932 – 1933 Ludwig Mirbach
  • 1933 – 1943 Jakob Symes
  • 1945 – 1946 Dr. Klötzer
  • 1946 – 1947 Wilhelm Hermanns
  • 1947 – 1949 Jakob Symes
  • 1949 – 1953 Johannes Wimmers
  • 1953 – 1954 Clemens Riffarth
  • 1954 – 1964 Hans Gisbertz
  • 1964 – 1965 Hans Schrammen
  • 1965 – 1985 Hans Gisbertz
  • 1985 – 2006 Hubert Reiners
  • 2006 – 2015 Mannfred Vits
  • 2015 – heute Gottfried Reiners